Dienstag, 23. Oktober 2007

Moray, Salinas von Maras und Chinchero

Am Samstag bin ich mal wieder sehr früh aufgestanden, weil wir einen Ausflug geplant hatten. Mit dem Bus ging es erneut ins Urubambatal. Diesmal wurden wir aber an der Abzweigung zu Moray rausgeschmissen, wo dann schon viele Taxis gewartet haben, um die Touristen zu den Terrassen von Moray zu bringen. Diese Taxifahrt war schon ein Erlebnis. Die Strasse war größtenteils unbefestigt und sehr kurvig. Mehrmals musste der Taxifahrer bremsen, weil eine Herde von Eseln, Kühen oder Schafen im Weg stand. Da wir mit Moray angefangen haben, sind wir zum Glück den Touristenmassen entgangen und konnten so weitgehend in Ruhe die schöne Aussicht von dort oben geniessen. Die Terrassen sind kreisförmig und angelegt und ziehen sich weit nach unten ins Tal. So konnten die Inka dort landwirtschaftliche Experimente durchführen, weil jede Terrasse eine Region des Inkareiches simulierte. Inzwischen werden die Terrassen wieder von Einheimischen landwirtschaftlich genutzt und es war interessant zu sehen, wie sie dort mit den einfachsten Mitteln arbeiteten.
Anschließend haben wir uns die Salinas von Maras angeschaut. Diese Salzterrassen sind ebenfalls bereits in der Inkazeit entstanden. Sie werden aus einer salzhaltigen Quelle gespeist. Das Wasser verdunstet in der Sonne, wodurch das Salz gewonnen werden kann. Die Anlage wird heute noch für Tiersalzsteine genutzt. Wir sind über die ganzen Terrassen gelaufen und man musste teilweise echt aufpassen, dass man nicht in eines der Salzbecken fällt. Zu Fuss wollten wir dann nach Urubamba laufen. Die Betonung liegt auf "wollten" denn wir haben uns verlaufen! Nachdem wir an mehreren einfachen Lehmhäusern vorbeigekommen sind, Hunden wie Schweinen ausgewichen sind und mehrere kleinere Arme des Urubambaflusses übersprungen haben, befanden wir uns im Niemandsland. Weit und breit nur der Fluss, steppenähnliche Wiesen, Tiere und Berge. Vergeblich haben wir nach einer Brücke gesucht, um den Urubambafluss zu überqueren und so der Strasse und den Taxis näher zu kommen. Also mussten wir uns wohl oder übel auf den langen Rückweg machen. Als wir dann endlich an der Strasse standen hat es noch eine ganze Weile gedauert bis ein freies Colectivo gehalten hat, mit dem wir dann nach Urubamba gefahren sind. Dort konnten wir dann endlich zu Mittagessen! Wir waren so kaputt, denn den ganzen Tag über war es sehr heiss gewesen. Obwohl ich nicht sonderlich sonnenempfindlich bin und mich mit LSF 20 eingecremt habe, habe ich mir einen Sonnenbrand geholt.
Von Urubamba ging es mit dem Bus weiter nach Chinchero, wo wir uns nochmal Inkaterrassen angeschaut haben. Nach den vorherigen waren diese nicht mehr so beeindruckend und wir haben es mehr deshalb gemacht, weil wir unser Boleto Turistico ausnutzen wollten. Dies ist ein ziemlich teures Sammelticket für die mehr oder weniger sehenswürdigen Sehenswürdigkeiten in Cuscos Umgebung. Ein paar interessante sind aber doch dabei und man kommt dort leider nur mit diesem Ticket rein. Es schliesst zum Beispiel auch einige Museen ein, die so grottenschlecht sind, dass sie schon wieder lustig sind. Ich habe mich teilweise wie auf einem Ramschmarkt gefühlt und nicht etwa wie in einem Museum. Nun aber zurück zu Chinchero. Der dortige Markt und die Kirche waren aber wirklich lohnenswert. Die Kirche unterscheidet sich ziemlich von europäischen Kirchen. Den zahlreichen religiösen Gemälden sieht man zum Beispiel an, dass sie in Peru entstanden sind, weil sie neben den Heiligen, die dortige Landschaft darstellen. Die Kirche war auch mit vielen Goldgegenständen ausgestattet, die allerdings schon bessere Tage gesehen haben. Im Gegensatz zu diesen Schmuckstücken stand dann der hintere Teil der Kirche, wo unglaublich viel Müll herumstand; eine interessante Mischung.
Sobald wir im Taxi zurück nach Cusco sassen, hat es sehr stark angefangen zu regnen, zu hageln und zu gewittern, was so weit oben schon noch mal ein Erlebnis für sich ist. Als wir dann endlich in Cusco waren, hatten wir Schwierigkeiten überhaupt in das angestrebte Café zu kommen. Mein Spanischlehrer hat aber gemeint, dass es noch viel stärker regnen und gewittern kann!!! Das kommt dann wohl im Dezember und Januar, in der Regenzeit, auf mich zu...

Montag, 15. Oktober 2007

Ausflug ins Urubambatal

Am Sonntag klingelte mein Wecker um 5 Uhr, weil wir einen Tagesausflug ins Urubambatal machen wollten. Wir sind von Cusco aus mit dem Bus gefahren. Allein diese Busfahrt war schon ein Erlebnis. Der Bus war alles andere als neu und größeres Gepäck wurde auf dem Dach verstaut. Wir waren so gut wie die einzigen Touristen, die meisten waren Indigenas. Auf einer sehr kurvigen und schlechten Strasse ging es hinauf in die Berge und erneut durch viele ursprüngliche Dörfer. Wenn jemand aussteigen wollte, sagte er einfach Bescheid und der Bus hielt. Außerdem stand jede paar Meter jemand an der Strasse, der einsteigen wollte. So war es kein Wunder, dass der Bus für 30 Kilometer mehr als eine Stunde brauchte. Wir fuhren aber noch weiter nach Urubamba. Nach zweit Stunden waren wir sehr froh, endlich aus diesem Bus rauszukommen. Mit dem Taxi sind wir noch weiter nach Ollantaytambo gefahren. Dort haben wir für 7 Soles (das sind keine 2 Euro) gefrühstückt und haben uns anschließend die dortige Inkafestung angeschaut. Sie war um einiges größer und imposanter als diejenigen vom Vortag. Es war richtig anstrengend die zahlreichen Stufen hinauf zu steigen. Ich kam mir vor, als hätte ich jahrelang keinen Sport mehr gemacht. Aber wir wurden mit einer fantastischen Aussicht in das unglaublich grüne Urubambatal belohnt. Zu sechst (!) sind wir dann mir dem Taxi zurück nach Urubamba gefahren und von dort aus mit dem Bus nach Pisac. Nach einem sehr leckeren und günstigen andinen Essen ging es wieder mit dem Taxi hinauf zu den dortigen Inkaruinen und die schlugen nun wirklich alle vorherigen! Die Anlage lag auf knapp 4000 Metern und war so groß, dass wir über eineinhalb Stunden gebraucht haben um sie zu besichtigen. Mit Hilfe von zahlreiche Terrassen machten die Inka die äußerst steilen Berghänge landwirtschaftlich nutzbar. Beeindruckend war auch der Inkafriedhof. Die Inka wurden in Löchern in Felswänden bestattet. Ich frage mich, wie sie dort hinauf gekommen sind.
Dann hatten wir erstmal genug von den Inka und sind noch eine Weile über den Markt von Pisac geschlendert. Von sehr schönem Schmuck, über Musik und Gemälde bis hin zu Gewürzen gab es dort einfach alles.
Eigentlich wollten wir wieder den Bus zurück nach Cusco nehmen. Aber nachdem wir drei Busse haben vorbeifahren lassen, weil wir nicht stehen wollten, haben wir uns doch ein Taxi gegönnt und waren froh als wir endlich wieder in Cusco waren.

Cuscos Umgebung

Nachdem es am Freitag ziemlich spät geworden ist - um 4 Uhr war ich zu Hause - habe ich es am Samstag Morgen genossen endlich mal länger im Bett bleiben zu können.
Mittags habe ich mich mit zwei Deutschen und drei Holländern getroffen, um die nähere Umgebung Cuscos zu erkunden. Mit dem Taxi ging es hinauf zu Tambo Machay, einer Inkaruine. Auf dem Rückweg nach Cusco haben wir uns noch die Inkaruinen Puca Pucara und Sacsayhuamán ("Sexy Woman" - jetzt kann ich mir diesen komplizierten Namen merken =) angeschaut. Ich war sehr beeindruckt! Und man kann sich gar nicht vorstellen, wie die Inka es geschafft haben, so etwas vor über 500 Jahren zu bauen! Die Festungen, Bäder etc. der Inka wurden mit riesigen Steinen gebaut. Es ist allein schon eine unglaubliche Leistung diese überhaupt ersteinmal her zu transportieren! Hinzu kommt noch, dass sie ganz ohne Mörtel meterhoch übereinander gestapelt sind. Das wird dadurch ermöglicht, dass die Inka die Steine millimetergenau angepasst haben. Einfach unglaublich! Ebenenfalls unglaublich war die Aussicht von dort oben. Schwarze, graue und grüne Berge soweit das Auge reicht und im Tal das gelbbraune Häusermeer von Cusco. Ich wollte mich gar nicht mehr von meiner Kamera trennen. Beeindruckt war ich auch von den noch sehr ursprünglichen Dörfern, durch die wir gelaufen sind. Schweine, Esel, Schafe, Pferde... liefen einfach auf der Strasse herum. Die Häuser waren sehr einfach und bestanden nur aus Tonwänden und Strohdächern. Die Felder wurden von Hand oder bestenfalls mithilfe eines Ochsens bestellt. Man kann sich nur schwer vorstellen, dass heutzutage Menschen noch so einfach leben.

Samstag, 13. Oktober 2007

Ein peruanischer Geburtstag

Heute hat Karin, eine der drei Töchter, Geburtstag. Sie lebt inzwischen in Kanada ist aber gerade mit ihrer wahnsinnig süssen 9-monatigen Danielita zu besuch. Meine Gastmutter hat den ganzen gestrigen Tag in der Küche verbracht, denn am Abend waren ca. 20 Leute eingeladen, um in Karins Geburtstag reinzufeiern. Ich durfte auch jemanden mitbringen. Es war wirklich ein tolles Erlebnis! Erstmal wurde mit einem Cuba Libre auf das Geburtstagskind angestossen. Wenig später kam schon das zweite Cocktail, das a seco, also mit einem Schluck, ausgetrunken wurde. Sobald das Glas leer war, wurde nachgeschänkt. Dessertwein kam auch noch dazu. Nach dem unglaublich leckeren Essen wurde umgeräumt, die Musik aufgedreht und getanzt!!! Jung und alt tanzten im Kreis zu Salsamusik. Das Paar, das in der Mitte tanzte, wurde angefeuert und bedrängt, da sich der Kreis immer enger um sie schloss. Oder alle fassten den Vordermann an den Schultern und es ging mit vielen Drehungen im Kreis herum. Die vielleicht 70-jähirgen Männer und meine 61-jährige Gastmutter waren besonders eifrig dabei und wirkten beim Tanzen, wenn ihre Füsse nur so über den Boden sprangen, viel jünger. Die südamerikanische Lebensfreude war richtig zu spüren und es hat unglaublich viel Spass gemacht dabei zu sein!

Mein peruanischer Alltag

Nun bin ich genau eine Woche in Cusco und habe mich gut eingelebt. So gut, dass ich gar nicht glauben kann, dass es erst eine Woche ist. Am Montag hat mein Sprachkurs angefangen. Gleich am ersten Tag musste ich die Gruppe wechseln. Bei beiden war das Niveau leider ziemlich niedrig. Inzwischen habe ich zum Glück erneut die Gruppe gewechselt und bin jetzt eigentlich ziemlich zufrieden. Mir werden die Themen nur etwas zu ausführlich behandelt. So mussten wir beinahe jedes unregelmässiges Verb durchkonjugieren und einen Beispielsatz dazu schreiben. Es wird aber auch viel geredet.
Endlich kenne ich den Weg in die Stadt und laufe so oft wie möglich, denn wenn man nur mit dem Taxi fährt, bewegt man sich für meinen Geschmack viel zu wenig. Ich brauche eine knappe halbe Stunde und laufe beinahe die ganze Zeit an einer der Hauptstrassen Cuscos entlang. Es ist zwar alles andere als schön, aber wenigstens sicher, weil dort so viele Menschen sind. Die Luft ist allerdings so schlecht, dass ich teilweise kaum noch Luft kriege. Das Verkehrsaufkommen ist so gross und noch dazu sind die Autos beinahe ausschliesslich alte Klapperkisten, aus deren Auspuffen riesige schwarze Wolken strömen.
Nach dem Sprachkurs gehe ich manchmal noch mit ein paar Leuten in die Stadt, meistens aber direkt nach Hause, um das gemeinsame Mittagessen nicht zu verpassen. Das wäre von der Familie aus zwar gar kein Problem, aber ich esse nicht gerne alleine. Nun ist erstmal ausruhen angesagt. Auf Grund der Höhe, bin ich hier oft müde. Bis ich mich dann erstmal aufgerafft habe und Spanisch lerne, ist es dann oft schon Abend. Abends gehe ich gerne noch auf einen Pisco Sour in die Stadt. So spät durfte es bisher aber auch nicht werden, weil ich immer klingeln muss. Hoch erfreut habe ich festgestellt, dass ich die ganze Zeit schon einen Hausschlüssel besitze. Aber die Freude war nur von kurzer Dauer, da die Schlösser der beiden Haustüren wahnsinnig schwer aufgehen. Inzwischen habe ich den Trick aber einigermassen raus.
Tja, so sieht also mein peruanischer Alltag aus.

Sonntag, 7. Oktober 2007

Die ersten Tage und Eindrücke

und weiter geht's...
Im Haus meiner Gastfamielie wurde ich von der Empleada, dem Hausmädchen, empfangen, die mir sogleich Kokatee serviert hat. Es waren ausserdem noch zwei Amerikanerinnen da, die auch in der Gastfamilie gewohnt haben. Mit ihnen bin ich dann gleich mal per Taxi in die Innenstadt gefahren und sie haben mir viele Geheimtipps gegeben. Zum Beispiel haben sie mir einen versteckten Markt gezeigt, wo es so unglaublich viele schöne günstige peruanische Sachen gab! Ich hätte mich gleich am ersten Tag mit Mitbringseln, Souvenirs und Schmuck eindecken können, bin dann aber doch standhaft geblieben.
Cusco ist wirklich schön, wenn auch nicht im klassischen Sinne. Die Häuser sind grösstenteils ziemlich verfallen, aber Cusco hat- vielleicht auch gerade deshalb - ein tolles Flair. Wirklich schön ist eigentlich nur die "Plaza de Armas" mit ihren zwei Kathedralen. Cusco ist für südamerikanische Verhältnisse sogar noch relativ reich, dem Tourismus sei Dank, aber die Armut ist schon sehr auffällig und bedrückend. Laufend wollen dir Indigenas etwas verkaufen und viele betteln auch einfach nur.
So, jetzt aber zu meiner Gastfamilie. Ich bin echt froh dort gelandet zu sein, sie sind alle unglaublich nett, gastfreundlich und herzlich! Das Haus sieht von aussen zwar alles andere als vielversprechend aus, ist aber von innen echt schön und vor allem riesig. Am Anfang habe ich mich so oft verlaufen! Es befindet sich hinter hohen Mauern, die unteren Fenster sind vergittert und der Häuserblock wird Tag und Nacht bewacht. Ganz schön gewöhnungsbedürftig. Das klingt jetzt so, als ob meine Gastfamilie wahnsinnig reich wäre, was aber nicht der Fall ist. Sie gehört zur Mittelschicht und in grösseren Städten sind diese ganzen Sicherheitsmassnahmen notwendig und für die Mittelschicht Standart.
Am Samstag Morgen konnte ich endlich meinen Rucksack vom Flughafen abholen und somit mein Zimmer fertig einrichten. Leider war beinahe der gesamte Inhalt meines Waschbeutels entweder zerbrochen oder ausgelaufen, aber ich war einfach nur froh meinen Rucksack zurück zu haben. Am Nachmittag habe ich an einer kleinen Stadtführung meiner Sprachschule teilgenommen und dabei unglaublich viele Holländer kennengelernt. Abends ging es dann nach einem kleinen Salsakurs und ein paar Cuba Libre mit Loula, der 33-jährigen Tochter, und zwei Peruanern in die vielen Discos von Cusco. Da der Eintritt grösstenteils kostenlos war, habe ich bestimmt schon 7 Discos kennengelernt. Die Peruaner können echt ausgelassen feiern und es macht grossen Spass dabei zu sein. Vielleicht kommt die gute Stimmung auch nur auf, weil der Alkohol so billig ist ;-) ? Cuba Libre gibt es zum Beispiel für 8 Soles, das sind gerade einmal 2 Euro.
Heute Nachmittag habe ich mich mit ein paar Leuten von der Sprachschule getroffen und wir haben schon das nächste Wochenende für Ausflüge ins Auge gefasst.
Jetzt muss ich aber aufhören (endlich !!! =), denn ich muss nach "Hause" zum Essen, das übrigens echt lecker aber völlig anders ist.

Adiós!

7 Monate Peru???

Erst einmal: Mir geht es echt gut hier!!! Auch wenn schon einige Probleme aufgetreten sind (obwoh ich die ganze Zeit Omas Glücksbringer getragen habe =). Aber fangen wir doch von vorne an: Als wir in Stuttgart einchecken wollten, haben die freundlichen Delta Airlines Angestellten, darauf bestanden, dass wir unseren Flug umbuchen müssen!!! Jetzt geht mein Rückflug schon in 6 anstatt in 7 Monaten. Aber ich werde wohl nochmal die Umbuchungsgebühr bezahlen und wie gehabt 7 Monate bleiben. Anscheinend würden uns die Amerikaner mit unserem ursprünglichen Flugticket gar nicht rein lassen. Aber von wegen! Obwohl ich in Atlanta Fingerabdrücke und ein Foto hinterlassen musste, hat sich niemand auch nur ein bischen für unsere Flugtickets interessiert, geschweige denn in Peru... Aber es ist echt davon abzuraten über die USA zu fliegen, weil man so viele Sicherheitschecks über sich ergehen lassen muss. Der Flug verlief dann zum Glück recht ruhig. Er war nur viel zu lang! Insgesamt vielleicht 17 Stunden. Und schlafen konnte ich leider auch kaum. So kamen wir ( ich rede die ganze Zeit von wir, aber wer ist wir eigentlich? Wir sind ich, Liv, und meine Freundin These, die jetzt in Lima ist) sehr müde in Lima an. So war es besonders angenehm ewig am Gepäckband zu warten und noch dazu vergeblich!!! Mein Rucksack fehlte!!! Aber ich war zum Glück viel zu erschöpft, um mich aufzuregen. Der Abschied von These war dann aber umso schwerer... Plötzlich war ich das erste Mal wirklich allein in einem so fremden Land. Da es aber gleich ins Hotel und dann ab ins Bett ging hatte ich gar nicht wirklich Zeit traurig zu sein. Denn um 6 Uhr musste ich schon wieder aufstehen, um meinen Flug nach Cusco zu erwischen. Ich bin mit einer anderen Deutschen geflogen, worüber ich sehr froh war. Der Flug war echt toll, oder sagen wir eher die Aussicht! Ich hatte manchmal das gefühl über eine Mondlandschaft zu fliegen. Braune Berge und Schluchten so weit das Auge reicht, vereinzelt sogar Schnee, aber das wollen wir mal vernachlässigen. In Cusco lief zum Glück alles nach Plan. Sogar die Höhe machte mir nicht wirklich etwas aus. Ich habe mir glaube ich nur eingebildet, dass die Luft dünner ist. Am Flughafen wurde ich abgeholt und in meine Gastfamilie gebracht.
Ein langer Eintrag für eine lange und aufregende Reise...

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Packen, packen und nochmal packen

Nun ist es fast so weit. Morgen früh geht es los!!! Den ganzen Tag war ich mit Packen beschäftigt und schon kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Denn wie kriege ich mein Gepäck für 7 Monate in einem Koffer und einem Rucksack unter? Unmöglich!!! Also wurde alles nochmal ausgepackt und ich habe schweren Herzens noch einiges aussortiert. Und siehe da, es geht inzwischen rein!!! Doch die Freude war nur von kurzer Dauer, denn soeben habe ich festgestellt, dass ich nicht zwei mal 30kg sondern "nur" zwei mal 22,5kg mitnehmen darf. Das heißt, ich muss wohl oder übel ein drittes Mal umpacken. Langsam rennt mir wirklich die Zeit davon!!! Nachher gehe ich noch mit meiner Mutter ein letztes Mal deutsch essen. Aber ich glaube ums Essen brauche ich mir in Peru wirklich keine Sorgen zu machen. Das, was ich bisher gelesen und gehört habe, klingt wirklich fantastisch!
Also ein letztes Mal liebe Grüße aus Deutschland!!!

Montag, 1. Oktober 2007

So dies und das...

Tja, ich weiß gar nicht so recht, was ich schreiben soll, denn NOCH (!!!) befinde ich mich in Deutschland. Von Tag zu Tag, sagen wir von Stunde zu Stunde, nimmt die Aufregung zu. Aber andererseits realisiere ich es auch noch gar nicht richtig, dass ich mich in wenigen Tagen jenseits des Äquators und noch dazu in 3400 Metern Höhe befinden werde.
So, so viel erstmal, denn ich muss noch einige Vorbereitungen treffen, vom Packen ganz zu schweigen!!!