Am Sonntag klingelte mein Wecker um 5 Uhr, weil wir einen Tagesausflug ins Urubambatal machen wollten. Wir sind von Cusco aus mit dem Bus gefahren. Allein diese Busfahrt war schon ein Erlebnis. Der Bus war alles andere als neu und größeres Gepäck wurde auf dem Dach verstaut. Wir waren so gut wie die einzigen Touristen, die meisten waren Indigenas. Auf einer sehr kurvigen und schlechten Strasse ging es hinauf in die Berge und erneut durch viele ursprüngliche Dörfer. Wenn jemand aussteigen wollte, sagte er einfach Bescheid und der Bus hielt. Außerdem stand jede paar Meter jemand an der Strasse, der einsteigen wollte. So war es kein Wunder, dass der Bus für 30 Kilometer mehr als eine Stunde brauchte. Wir fuhren aber noch weiter nach Urubamba. Nach zweit Stunden waren wir sehr froh, endlich aus diesem Bus rauszukommen. Mit dem Taxi sind wir noch weiter nach Ollantaytambo gefahren. Dort haben wir für 7 Soles (das sind keine 2 Euro) gefrühstückt und haben uns anschließend die dortige Inkafestung angeschaut. Sie war um einiges größer und imposanter als diejenigen vom Vortag. Es war richtig anstrengend die zahlreichen Stufen hinauf zu steigen. Ich kam mir vor, als hätte ich jahrelang keinen Sport mehr gemacht. Aber wir wurden mit einer fantastischen Aussicht in das unglaublich grüne Urubambatal belohnt. Zu sechst (!) sind wir dann mir dem Taxi zurück nach Urubamba gefahren und von dort aus mit dem Bus nach Pisac. Nach einem sehr leckeren und günstigen andinen Essen ging es wieder mit dem Taxi hinauf zu den dortigen Inkaruinen und die schlugen nun wirklich alle vorherigen! Die Anlage lag auf knapp 4000 Metern und war so groß, dass wir über eineinhalb Stunden gebraucht haben um sie zu besichtigen. Mit Hilfe von zahlreiche Terrassen machten die Inka die äußerst steilen Berghänge landwirtschaftlich nutzbar. Beeindruckend war auch der Inkafriedhof. Die Inka wurden in Löchern in Felswänden bestattet. Ich frage mich, wie sie dort hinauf gekommen sind.
Dann hatten wir erstmal genug von den Inka und sind noch eine Weile über den Markt von Pisac geschlendert. Von sehr schönem Schmuck, über Musik und Gemälde bis hin zu Gewürzen gab es dort einfach alles.
Eigentlich wollten wir wieder den Bus zurück nach Cusco nehmen. Aber nachdem wir drei Busse haben vorbeifahren lassen, weil wir nicht stehen wollten, haben wir uns doch ein Taxi gegönnt und waren froh als wir endlich wieder in Cusco waren.
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