Um von Nazca nach Ica zu gelangen, fährt man auf der Panamericana durch die Wüste. Die Landschaft war zwar recht eintönig aber dennoch beeindruckend. Wann ist man schonmal in der Wüste? Weniger schön waren die vielen "Städte" durch die wir gefahren sind. Die Häuser waren sehr einfach und bestanden oft nur aus Strohwänden und einem Wellblechdach. Wahrscheinlich sind das noch Spuren des Erdbebens, das die Region letzten Sommer schwer getroffen hat.
In Ica angekommen, haben wir gleich ein Taxi zur sehr viel ruhigeren und sichereren Oase Huacachina genommen. Diese liegt mitten in der Wüste an einer Lagune und ist von hohen Dünen umgeben. Nach dem Mittagessen haben wir eine Sandbuggytour gemacht. Hilfe, hatten wir Angst! Sobald wir uns angeschnallt hatten, ging es in einem atemberaubenden Tempo die steilsten Dünen hoch und runter. Aber die vielen scharfen Kurven und das Schanzen waren noch viel schlimmer! Ausgerechnet auf dem Gipfel der steilsten Düne sind die Räder des Sandbuggys im Sand stecken geblieben, so dass wir den Abgrund viel zu lange vor Augen hatten. Wir haben echt darum gebettelt, aussteigen zu dürfen! Durften wir aber nicht und im Endeffekt war es gar nicht so schlimm. Die Tour schloss auch Sandboarden mit ein. Ich musste mich ganz schön lange überwinden den steilen Hang herunterzufahren. Aber ich habe mich - um zu bremsen - einfach öfters hinfallen lassen, was in dem weichen warmen Sand ja kein Problem ist, und dann ging es. Die nächsten Male bin ich aber lieber mit dem Bauch auf dem Board die Dünen heruntergesaust. Das hat richtig viel Spass gemacht, weil man so richtig schnell wurde! Maria und ich haben Wettrennen veranstaltet -Wer schafft es weiter?- und so habe ich am Ende überhaupt nicht mehr gebremst. War das ein Spass! Gegen Ende der Tour haben wir uns noch den Sonnenuntergang in der Wüste angeschaut. Traumhaft! Ich wollte gar nicht mehr weg! Als wir wider Erwarten heil im Hostal angekommen waren, konnten wir uns erst so richtig über die Tour freuen. Währenddessen hatte ich oft zu viel Angst und wollte den Ausflug nur wohlbehalten überstehen. Im Nachhinein war es einfach genial, Adrenalin pur!
Den nächsten Tag haben wir etwas ruhiger angehen lassen, nämlich am Pool! War das schön erfrischend und entspannend: unter dem blauen Wüstenhimmel, umgeben von Palmen und Dünen. Die Hängematten haben auch viel zur Entspannung beigetragen.
Wohl oder übel mussten wir aber am Mittag weiter nach Pisco.
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